Läufigkeit, Deckakt und Fehldeckung
- fellige-sportsfreu
- 20. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Feb.
Die erste Läufigkeit zeigt sich -individuell- bei kleinen Hunden ab dem ca. 6. Monat, bei größeren Hunden ab dem ca. 8. Monat. Kann aber durchaus erst viel später erfolgen.
Sie tritt in der Regel zweimal jährlich im halbjährlichen Rythmus in Erscheinung.
Die Fehe kann in dieser Zeit sehr unruhig, dem Menschen gegenüber überanhänglich und schmusebedürftig, sowie Artgenossen gegenüber abweisend und aggressiv werden.
Die wenigen fruchtbaren Stehtage sind an der geschwollenen vergrößerten Vulva der Hündin gut erkennbar und folgen auf die Blutung.
Auch die Rute wird dann bei leichter Berührung des hinteren Rückenbereiches stark zur Seite gewendet.
Jeder Rüde ist dann willkommen und wird nicht abgewehrt.
Hat der Hund ein reifes Alter ab drei Jahren können alle gewünschten Merkmale, welche für eine Zuchtauswahl optimal sind, sehr sicher erkannt werden.
Davor ist der Hund, kleine Rassen ausgenommen, für gewöhnlich noch in einer wankelmütigen Phase der Selbstfindung.
In diesen Postpubertären Phasen können einem Züchter kleine, unerwünschte Verhaltensweisen des Tieres noch durchaus verborgen bleiben.
Für die gewünschte Deckung ist der Rüde sorgfältig gewählt und der Deckungsablauf dem Züchter bekannt.
Für die Fehldeckung:
Die Tiere dürfen keinesfalls voneinander getrennt werden, da dies aufgrund anatomischer Gründe zu schlimmen Verletzungen der Hunde führen kann.
Der erfahrene Züchter kann durch Abdrücken der Samenleiter versuchen den Deckakt frühzeitig abzubrechen und dadurch vielleicht eine Fehldeckung verhindern.
Ein Laie sollte das jedoch unbedingt unterlassen.
Ein medikamentöser Trächtigkeitsabbruch kostet einerseits natürlich Tierarzthonorar.
Andererseits dauert es bis zu ca. 20 Tage bis die kleinen Embryonen in der mütterlichen Gebärmutter „andocken“ und für das Abtreibungsmittel richtig zugänglich sind.
Eine vorherige Medikation kann aber wirken.
Um sich selbst das mögliche Grauen von Frühgeburten, die leider auch noch kurz lebensfähig sein können, zu ersparen ist daher bereits bei der Fehldeckung oder falls heimlicher Fehlakt der Hunde möglich, sobald körperliche Veränderungen z.B. am Gesäuge an der Hündin auftreten, ein Gang zum Tierarzt nötig.
Es gibt unzählig viele Möglichkeiten wie es zu einer Fehldeckung trotz größter Sorgfalt kommen kann.
Die Natur überlistet niemand.
Aber man muss keinesfalls hilflos einen ungewollten Wurf akzeptieren.
Vor allem da ein Wurf wie jede Trächtigkeit eines Säugetieres risikoreich ist und mit Komplikationen verbunden sein kann.
Quelle: Weiterbildung amtstierärztliche
Sachkunde, Institut Dr. Heidrich,
Potsdam,
Eigene Erfahrung




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